hygiene bei der kosmetikerin

Die Hygiene ist ein penibles Thema, bei welchem es keine Diskussionen gibt. Werden Hygienevorschriften nicht oder nur ungenügend eingehalten, so kann dies zu schlimmen Folgen führen. Von einer Verbreitung von Bakterien, Pilzen und Viren bis hin zu Krankheiten wie AIDS, Hepatitis B und C, welche durch Blut übertragen werden. Die Einhaltung der Hygienestandards ist daher auch mit eines der Aushängeschilder einer guten Kosmetikerin/Podologin.

Grundsätzlich gibt es beim Gesundheitsamt einen Hygieneplan, den man dort anfordern und zur eigenen Erinnerung und Einhaltung aller wichtigen Punkte im Kosmetikstudio aushängen kann. Übrigens ist für die Expertin auch eine regelmäßige Fortbildung im Bereich der Hygieneschulung anzuraten!

Für alle Behandlungen gilt die Einhaltung folgender Hygienerichtlinien:

  • Desinfektion, Reinigung und Sterilisation (bei Blutkontakt) aller verwendeten Instrumente
  • die Desinfektion der Behandlungsliege und aller Teile, mit denen der Kunde während der Behandlung in Kontakt gekommen ist (dazu gehört auch die Theke, der Boden, die Umkleide)
  • Handschuhe und auch der Mundschutz sind wichtig
  • die korrekte Entsorgung von Abfällen in einem desinfizierbaren Behälter
  • die eigene Händedesinfektion vor jeder Behandlung
  • auch sind das Zusammenbinden der Haare ist ratsam, auf Schmuck an den Händen

sollte verzichtet werden und auch kochbare Wäsche ist vorteilhaft

Wie wird die Hygiene bei der Kosmetikerin eingehalten?

Wichtig ist, neben der eigenen Desinfektion, auch die Desinfektion der zu behandelnden Stelle. Cremes, Seren oder Kosmetikprodukte sollten so genutzt werden, dass sie nicht mit der Kundin in Berührung kommen. Cremes beispielsweise mit einem Spatel entnehmen oder das Serum in eine Schale geben. Auch die Ablagen für das Besteck und generell alle Flächen mit denen die Kosmetikerin als auch die Kunden in Berührung kommen, müssen desinfiziert werden können. Während der kosmetischen Behandlung sollte man neben den bereits genannten Standards auf frische Handtücher (noch besser sind Einweghandtücher) achten. Die zu behandelnde Stelle muss gut desinfiziert werden und auch ein Antiseptikum sollte vorhanden sein, falls die Haut einmal verletzt wird.

hygiene in der fußpflege

Hygiene in der Fußpflege

Oftmals liegt mangelnde Hygiene an Besteck und Instrumenten daran, dass nicht genügend Arbeitsmaterial vorhanden ist. Bedenken sollte man, dass beispielsweise beim Fräsern oder Bearbeiten mit der Raspel feine Hautverletzungen entstehen können, durch welche Blut an die Geräte gelangt. Hier sollte man daher ausreichen Zeit für die Reinigung einräumen oder genügend Arbeitsgeräte haben, um nicht zwischendurch alles penibel reinigen zu müssen. Auch die Desinfektion von Fußwannen gehört beispielsweise nach jeder Fußpflege-Behandlung dazu!

Sterilisieren oder Desinfizieren?

Beachten sollte man zudem, dass es Unterschiede bei den Hygienemaßnahmen gibt. Zum einen wäre da das Sterilisieren. Sterilisieren bedeutet, dass Bakterien abgetötet werden. In der Praxis bedeutet dies, dass aus 1.000.000 Proben nur eine einzige Probe noch lebende Bakterien beinhaltet darf!

Das Sterilisieren erfolgt mit einem Autoclav oder Heißluftsterilisierer. Die Instrumente müssen in Beutel gepackt und so in den Sterilisierer gelegt werden. Als Kontrolle dienen Farbstriche auf den Beuteln. Verfärben sich diese, so gelten die Instrumente als steril.

Wichtig: nach dem Sterilisieren dürfen die Instrumente nicht mehr mit der bloßen Hand angefasst werden, da ansonsten neue Bakterien auf den Instrumenten verteilt werden!

Eine weitere Hygienemaßnahme ist die Desinfektion, welche Bakterien nicht abtötet, sondern sie unschädlich macht, so dass keine Krankheiten übertragen werden können. Die Formel hierfür besagt, dass aus 100.000 Proben nur 1 Bakterie Krankheiten übertragen darf! Dies gilt nicht nur in der Beautybranche so, sondern auch im medizinischen Bereich!

Desinfizierer sind Ultraschallreiniger, UV-Box und der Kugelsterilisator, wobei der Kugelsterilisator in Österreich nicht erlaubt ist!

Worauf sollte man bei Behandlungen zu Hause achten?

Zu Hause sollte man natürlich ebenfalls auf eine ausreichende Desinfektion achten. Tücher sollten sauber sein, Geräte wie Pinzette oder Feilen und Raspeln gründlich gereinigt werden. Die Ansteckungsfahr bei einer Eigenbehandlung daheim ist zwar geringer, aber nicht ausgeschlossen! Zudem kann mangelnde Hygiene auch Hautreizungen oder Pickel verursachen.